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16. Sonntag im Jahreskreis (19. Juli)

Grundhaltungen

24 Jesus leg­te ihnen ein ande­res Gleich­nis vor:
Mit dem Him­mel­reich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf sei­nen Acker säte. 25 Wäh­rend nun die Men­schen schlie­fen, kam sein Feind, säte Unkraut unter den Wei­zen und ging weg. 26 Als die Saat auf­ging und sich die Ähren bil­de­ten, kam auch das Unkraut zum Vor­schein. 27 Da gin­gen die Knech­te zu dem Guts­herrn und sag­ten: Herr, hast du nicht guten Samen auf dei­nen Acker gesät? Woher kommt dann das Unkraut? 28 Er ant­wor­te­te: Das hat ein Feind getan. Da sag­ten die Knech­te zu ihm: Sol­len wir gehen und es aus­rei­ßen? 29 Er ent­geg­ne­te: Nein, damit ihr nicht zusam­men mit dem Unkraut den Wei­zen aus­reißt. 30 Lasst bei­des wach­sen bis zur Ern­te und zur Zeit der Ern­te wer­de ich den Schnit­tern sagen: Sam­melt zuerst das Unkraut und bin­det es in Bün­del, um es zu ver­bren­nen; den Wei­zen aber bringt in mei­ne Scheune! 

31 Er leg­te ihnen ein wei­te­res Gleich­nis vor und sag­te: Mit dem Him­mel­reich ist es wie mit einem Senf­korn, das ein Mann auf sei­nen Acker säte. 32 Es ist das kleins­te von allen Samen­kör­nern; sobald es aber hoch­ge­wach­sen ist, ist es grö­ßer als die ande­ren Gewäch­se und wird zu einem Baum, sodass die Vögel des Him­mels kom­men und in sei­nen Zwei­gen nisten. 

33 Er sag­te ihnen ein wei­te­res Gleich­nis: Mit dem Him­mel­reich ist es wie mit dem Sauer­teig, den eine Frau nahm und unter drei Sea Mehl ver­barg, bis das Gan­ze durch­säu­ert war. 34 Dies alles sag­te Jesus der Men­schen­men­ge in Gleich­nis­sen und ohne Gleich­nis­se rede­te er nicht zu ihnen, 35 damit sich erfül­le, was durch den Pro­phe­ten gesagt wor­den ist: Ich öff­ne mei­nen Mund in Gleich­nis­sen, / ich spre­che aus, was seit der Schöp­fung der Welt ver­bor­gen war.

36 Dann ver­ließ er die Men­ge und ging in das Haus. Und sei­ne Jün­ger kamen zu ihm und sag­ten: Erklä­re uns das Gleich­nis vom Unkraut auf dem Acker! 37 Er ant­wor­te­te: Der den guten Samen sät, ist der Men­schen­sohn; 38 der Acker ist die Welt; der gute Samen, das sind die Kin­der des Rei­ches; das Unkraut sind die Kin­der des Bösen; 39 der Feind, der es gesät hat, ist der Teu­fel; die Ern­te ist das Ende der Welt; die Schnit­ter sind die Engel. 40 Wie nun das Unkraut auf­ge­sam­melt und im Feu­er ver­brannt wird, so wird es auch bei dem Ende der Welt sein: 41 Der Men­schen­sohn wird sei­ne Engel aus­sen­den und sie wer­den aus sei­nem Reich alle zusam­men­ho­len, die ande­re ver­führt und Gesetz­lo­ses getan haben, 42 und wer­den sie in den Feu­er­ofen wer­fen. Dort wird Heu­len und Zäh­ne­knir­schen sein. 43 Dann wer­den die Gerech­ten im Reich ihres Vaters wie die Son­ne leuch­ten. Wer Ohren hat, der höre!

Mat­thä­us 13,2443

Fürbitten

Wir wis­sen nicht, wie wir rich­tig beten sol­len, schreibt der Apos­tel Pau­lus – wir dür­fen uns aber dar­auf ver­las­sen, dass der Geist uns hilft und Gott unse­re Bit­ten erhört. Die­sem Gott ver­trau­en wir die Welt und die Men­schen an.

  1. Wir beten für die vie­len Men­schen, die mit Coro­na infi­ziert sind oder waren; für die schwer oder nur leicht Erkrank­ten; für fast zehn­tau­send Ver­stor­be­ne in unse­rem Land und ihre Familien.
  2. Für die Men­schen über­all auf der Welt, wo die Infek­ti­ons­zah­len immer noch oder schon wie­der stei­gen; beson­ders für die Armen, die der Pan­de­mie schutz­los und ahnungs­los aus­ge­lie­fert sind.
  3. Wir beten für jun­ge und alte Leu­te, die mit neu­en Frei­hei­ten umge­hen ler­nen müs­sen; und für alle, die sich und ande­re zu schüt­zen ver­su­chen und gro­ße Ängs­te ausstehen.
  4. Für Frau­en und Män­ner in Poli­tik und Gesell­schaft, die selbst und deren Fami­li­en bedroht wer­den; und für alle, die online und off­line für mehr Sicher­heit sor­gen oder ein­fach in ihrer Umge­bung gegen den all­täg­li­chen Ras­sis­mus eintreten.
  5. Wir beten für die Euro­päi­sche Gemein­schaft auf dem Weg zu mehr Soli­da­ri­tät in der Kri­se, zu Kli­ma-Gerech­tig­keit und zur Bewah­rung der Schöpfung.
  6. Für die Men­schen in Ama­zo­ni­en und in Sibi­ri­en, wo Wald­brän­de und Hit­ze­wel­le bedroh­lich sind; für die Kin­der, Frau­en und Män­ner, die in Nord­sy­ri­en auf Hil­fe zum Über­le­ben ange­wie­sen sind.
  7. Wir beten für alle, die umsich­tig auf der Stra­ße unter­wegs sind und die Regeln beach­ten. Für Fami­li­en und alle Men­schen, die jetzt unter­wegs sind – ob all­täg­lich zur Arbeit oder in den Urlaub.

Du, Gott, hörst unse­re Bit­ten und ver­nimmst unser Fle­hen – ob es laut ist oder still und lei­se. Wir dan­ken dir für die Stär­ke dei­ner Lie­be – heu­te und mor­gen und bis in dei­ne Ewig­keit. Amen.

alt­fried g. rem­pe, Trier