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2020 04 05 Rochus von Montpellier8 info-icon-20px Joachim Schäfer

Geistlicher Impuls - Hl. Rochus

Heiliger Rochus – Bitte für uns!

Foto: Joa­chim Schä­fer / hei​li​gen​le​xi​kon​.de

Rochus gehört zwar nicht zu den klas­si­schen 14 Not­hel­fern, wird jedoch in man­chen Gebie­ten dazu gezählt, da er vor Jahr­hun­der­ten einer der belieb­tes­ten Pest­pa­tro­ne war.

Der Legen­de nach wur­de der hl. Rochus als Sohn rei­cher Eltern in Mont­pel­lier, einer Stadt in Süd­frank­reich gebo­ren. Nach­dem er als Zwan­zig­jäh­ri­ger sei­ne Eltern ver­lo­ren hat­te, ver­schenk­te er sein Ver­mö­gen an die Armen der Stadt und trat in den drit­ten Orden des hei­li­gen Fran­zis­kus ein.

Im Jahr 1317 pil­ger­te er nach Rom. Unter­wegs half er bei der Pfle­ge von Pest­kran­ken. Nur mit Hil­fe des Kreuz­zei­chens soll er sie wun­der­sam geheilt haben. In Rom ange­kom­men heil­te er wei­ter, ohne dass er zu Anse­hen oder Reich­tum kam.

2020 04 05 Rochus von Montpellier8 info-icon-20px Joachim Schäfer

Auf sei­ner Rück­rei­se erkrank­te er in 1322 Pia­cen­za selbst an der Pest. Um nie­man­den anzu­ste­cken, zog er sich in eine ein­sa­me Holz­hüt­te im Wald zum Ster­ben und Beten zurück. Jedoch erschien ihm der Legen­de nach, ein Engel und mach­te ihm Mut. Außer­dem kam ihm der Hund eines rei­chen Jun­kers zu Hil­fe und brach­te dem Tod­kran­ken täg­lich Brot zum Essen.

Als er wie­der geheilt war, ging er in die Stadt zurück, wo er wei­ter­hin heil­te, bis er dort die Pest besiegt hatte.

Danach setz­te er sei­ne Heim­rei­se fort. Als er wie­der in sei­ne Hei­mat­stadt kam, erkann­te ihn jedoch auf­grund sei­ner Nar­ben und Ver­un­stal­tun­gen durch die Pester­kran­kung nie­mand; so wur­de er unter dem Ver­dacht der Spio­na­ge ins Gefäng­nis gewor­fen. Rochus ver­schwieg sei­ne Her­kunft und brach­te gedul­dig fünf Jah­re im Gefäng­nis zu, bis er starb.

Nach sei­nem Tod iden­ti­fi­zier­te man ihn anhand eines kreuz­för­mi­gen Mals, wel­ches er seit sei­ner Geburt auf der Brust hatte.

Gebet zum Heiligen Rochus

Mit Ver­trau­en wen­den wir uns an dich,
gro­ßer Für­spre­cher bei Gott, hei­li­ger Rochus!
Da schon vie­le Städ­te und Län­der dei­nen Schutz erfah­ren haben
und die gan­ze Kir­che dich als einen gro­ßen Patron wider die Pest
und anste­cken­de Krank­hei­ten ver­ehrt, so bit­ten wir dich:
so wie Gott durch dich die Kran­ken in den Spi­tä­lern getrös­tet und geheilt hat,
so erlan­ge auch uns heu­te Got­tes beson­de­re Hil­fe in die­ser schwie­ri­gen Zeit.

Erbit­te uns die Befrei­ung von die­ser Epi­de­mie und das Heil aller Kran­ken.
Mache vom Him­mel aus, das hei­li­ge Kreuz­zei­chen über uns und unser Vater­land,
damit uns die­ser Virus zum Segen und nicht zum Ver­der­ben wer­de.
Amen.

Quel­le: www​.rochus​kir​che​.at