icons / 24px / close

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen die bestmögliche Erfahrung zu bieten. Mehr erfahren

Saints Victor and Corona on the lateral stained glass windows Levico Terme chiesa del Santissimo Redentore

Heilige Corona – Patronin gegen Seuchengefahr: Bitte für uns!

Foto: Syrio / CC BY 4.0
Sie war erst 16 Jah­re alt, als die Mär­ty­re­rin in der Spät­an­ti­ke grau­sam hin­ge­rich­tet wur­de, und Legen­den ran­ken sich in Asi­en, Afri­ka und Euro­pa sie: Die hei­li­ge Coro­na hat mit dem gleich­na­mi­gen Virus, das der­zeit die Welt in Atem hält, nicht nur die­se grenz­über­schrei­ten­de Inter­na­tio­na­li­tät gemein­sam. Sie gilt laut Öku­me­ni­schem Hei­li­gen­le­xi­kon als Schutz­pa­tro­nin gegen Seu­chen. Doch vie­les an ihrer Exis­tenz bleibt eben­so wie beim Erre­ger der tücki­schen Epi­de­mie im Dunkeln.

Das Hei­li­gen­le­xi­kon erzählt über Coro­na (latei­nisch die Gekrön­te” und damit ein Hin­weis auf den all­ge­mei­nen Begriff Mär­ty­re­rin”) nur Vages: Sie sei im Jahr 161 oder aber 287 gebo­ren – wo, ist unbe­kannt. Noch als Teen­ager wur­de sie die Ehe­gat­tin des Sol­da­ten Vic­tor, der sich wäh­rend der Chris­ten­ver­fol­gung wei­ger­te, sei­nen christ­li­chen Glau­ben zu wider­ru­fen und des­halb hin­ge­rich­tet wur­de. Die jun­ge Wit­we sei unter den Römer-Kai­sern Anto­ni­nus Pius oder Dio­kle­ti­an eben­falls den Mar­ter­tod gestor­ben, und das laut dem Lexi­kon, auf aus­ge­sucht bru­ta­le Wei­se: näm­lich indem sie gebun­den an zwei gebeug­te Pal­men bei deren Empor­schnel­len zer­ris­sen wurde.

Die grie­chi­sche Legen­de von Vic­tor und Coro­na sie­delt deren Mar­ty­ri­um in Damas­kus an, sie war aber dar­über hin­aus in vie­len Vari­an­ten ver­brei­tet. Des­halb wird neben der syri­schen Haupt­stadt als Todes­ort auch Antio­chia in der heu­ti­gen Tür­kei, Alex­an­dria in Ägyp­ten, Sizi­li­en oder in Mar­seil­le ange­ge­ben. Ver­eh­rungs­tra­di­tio­nen gibt es in der grie­chi­schen, der latei­ni­schen und der äthio­pi­schen Kir­che; in Nord- und Mit­tel­ita­li­en galt Coro­na schon im 6. Jahr­hun­dert als Vor­bild an Glau­bens­treue. Reli­qui­en von ihr und Vic­tor fin­den sich in Cas­tel­fi­dar­do bei Osi­mo an der Adria­küs­te bei Anco­na, wo es schon früh eine dem Paar geweih­te Kir­che gab. Durch die Kai­ser Otto III. und Karl IV. gelang­ten Reli­qui­en auch nach Aachen bzw. Prag.

Coro­na-Wall­fahr­ten gibt es in Nie­der­ös­ter­reich in St. Coro­na am Wech­sel, seit­dem 1504 dort in einer hoh­len Lin­de eine Coro­na-Sta­tue gefun­den und dar­auf­hin eine Kapel­le errich­tet wur­de, wie das Hei­li­gen­le­xi­kon wei­ter mit­teilt. Auch in St. Coro­na am Schöpfl bei Alten­markt () sowie in Wien sei die Ver­eh­rung ver­brei­tet. Dass die öster­rei­chi­sche Münz­ein­heit bis 1924 nach der Hei­li­gen Kro­ne” hieß, ist wohl dem Umstand zuzu­schrei­ben, dass Coro­na nicht nur Schutz­pa­tro­nin gegen Seu­chen ist, son­dern auch in Geld­an­ge­le­gen­hei­ten, bei der Schatz­su­che und sogar in der Lot­te­rie um Hil­fe ange­ru­fen wird.

Auch in unse­rem Bis­tum gibt es eine St.-Korona-Kirche und zwar in Pas­sau, im Stadt­teil Patri­ching. Ver­mut­lich wur­de die Kir­che 1641, in der dama­li­gen Not­zeit des Drei­ßig­jäh­ri­gen Krie­ges auf­grund eines Gelöb­nis­ses gestif­tet. Vie­le Wall­fah­rer kamen im Lau­fe der Jahr­hun­der­te in ihren Anlie­gen zur Hl. Koro­na. Heu­te jedoch ist die Wall­fahrt erloschen.

In der öster­rei­chi­schen Tages­zei­tung Der Stan­dard” (Aus­ga­be 11. März 2020) war die hei­li­ge Coro­na Kopf des Tages”. Ein­lei­tend heißt es dort: Zufäl­le gibt es bekannt­lich nicht – schon gar nicht mag man von einem sol­chen spre­chen, wenn das Öku­me­ni­sche Hei­li­gen­le­xi­kon jus­ta­ment die Hei­li­ge Coro­na als Schutz­pa­tro­nin vor Seu­chen­ge­fahr ausweist.”

Der Gedenk­tag der Hei­li­gen Coro­na ist übri­gens am 14. Mai. Hof­fent­lich ist dann die größ­te Bedro­hung durch das Coro­na­vi­rus gebannt! – Hei­li­ge Coro­na – Bit­te für uns!”

Quelle: kathpress

Gebet zur Heiligen Corona

All­mäch­ti­ger Gott,

der du die Sün­den dei­nes Vol­kes ver­gibst
und alle Gebre­chen heilst;
der du dich der HERR unser Arzt nennst
und dei­nen gelieb­ten Sohn gesandt hast,
dass er unse­re Krank­hei­ten tra­ge;
bli­cke her­ab auf uns,
die wir demü­tig vor dir ste­hen.
Wir bit­ten dich in die­ser Zeit
der Epi­de­mie und Not,
geden­ke dei­ner Lie­be und Güte,
die du immer wie­der dei­nem Volk
in Zei­ten der Trüb­sal gezeigt hast.

Wie du die Ver­söh­nung Aarons gnä­dig gese­hen
und der aus­ge­bro­che­nen Pla­ge
Ein­halt gebo­ten hast,
wie du das Opfer Davids ange­nom­men
und dem Ver­der­ber befoh­len hast,
sei­ne Hand abzu­las­sen,
so nimm jetzt auch unser Gebet und Opfer an
und erhö­re uns nach dei­ner Barm­her­zig­keit.
Wen­de die­se Krank­heit von uns ab;
lass die, die davon befal­len sind, wie­der gene­sen;
beschüt­ze die, wel­che durch dei­ne Güte
bis­her bewahrt geblie­ben sind
und lass die Pla­ge nicht wei­ter um sich greifen.

Hl. Maria, Heil der Kran­ken und Hil­fe der Chris­ten – bit­te für uns
Hl. Valen­tin, Patron unse­res Bis­tums – bit­te für uns
Hl. Maxi­mi­li­an, Patron unse­res Bis­tums – bit­te für uns
Hl. Bru­der Kon­rad, Patron unse­res Bis­tums – bit­te für uns
Hl. Coro­na – bit­te für uns
Hl. Sebas­ti­an – bit­te für uns
Hl. Rochus – bit­te für uns
All ihr Hei­li­gen Got­tes – bit­tet für uns.
Quel­le: pnp​.de