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Meditation zum 5. Fastensonntag

Glaubst du das?

Foto: http://​unsplash​.com/​p​e​t​e​r​h​e​rshey…

Du darfst dir von nie­man­den etwas erwar­ten”, sagt eine Bekann­te zu mir, als ich mei­ne Ent­täu­schung über eine Per­son aus­drü­cke. Und doch den­ke ich immer wie­der hät­te …”, könn­te …”, wäre …” – es gibt Erwar­tun­gen oder auch Hoff­nun­gen, die sich nicht erfüllen. 


Auch Maria und Mar­ta machen die­se Erfah­rung. Wärest du hier gewe­sen, wäre unser Bru­der nicht gestor­ben”, sagen sie zu Jesus. Dabei hat­ten sie ihn benach­rich­tigt, dass Laza­rus krank ist. Aber Jesus hat sich Zeit gelas­sen. Und nun ist es zu spät. Die Freun­de, die zu den Schwes­tern gekom­men sind und mit ihnen trau­ern, mer­ken an: Jesus hat Blin­de geheilt, hät­te er dann nicht ver­hin­dern kön­nen, dass Laza­rus stirbt?” Kann man sich also auch von Jesus nichts Siche­res erwar­ten? Den einen hilft er, den ande­ren nicht?

Manch­mal ist das ja auch der Ein­druck, wenn wir das Leben betrach­ten. Der eine wird sehr alt, der ande­re stirbt viel zu früh. Die eine hat Mann und Kin­der, ist erfolg­reich im Beruf; und die ande­re hadert mit ihrem Leben, weil sie ohne Part­ner lebt und eine Krank­heit ihre Kar­rie­re ver­hin­dert hat.

Die Sache mit Laza­rus geht ja noch­mal gut aus. Jesus erweckt ihn zum Leben. Doch Jesus wirkt die­ses Wun­der nicht, um irgend­wel­che Erwar­tun­gen und Hoff­nun­gen zu erfül­len, son­dern um zu zei­gen, wer er ist. Ich bin die Auf­er­ste­hung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt”, sagt er zu Mar­ta. Und er stellt ihr die ent­schei­den­de Fra­ge: Glaubst du das?”

Glaubst du das?” – Die­se Fra­ge rich­tet sich an jeden und jede von uns heu­te. Glau­be ich, dass Jesus der Mes­si­as ist, der Leben schenkt über den Tod hin­aus? Glau­be ich, dass er Leben schenkt – schon hier und jetzt? Glau­be ich, dass er mir Leben in Fül­le geben kann, trotz uner­füll­ter Wün­sche und Hoff­nun­gen?

Das Evan­ge­li­um heu­te ermu­tigt mich und for­dert mich auf, auf Jesus zu ver­trau­en, an ihn zu glau­ben, mein Leben fest­zu­ma­chen an ihm, der Leben ist.
Jesus ruft auch mir zu: Komm her­aus!” — aus dem Dun­kel der Trau­rig­keit und der Ängs­te, aus dem Grab der Hoff­nungs­lo­sig­keit und Mut­lo­sig­keit. Komm her­aus zum Leben!

Quel­le: www​.geist​li​che​-impul​se​.de…
Hei­di Braun, Pas­to­ral­re­fe­ren­tin im Seel­sor­ge­amt des Bis­tums Regens­burg, Fach­stel­le Gemeindekatechese