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2020 04 05 meditation Angelika Kamlage info-icon-20px Angelika Kamlage

Meditation zum Palmsonntag

Frieden suchen!

Foto: Ange­li­ka Kamlage

Vor 2000 Jah­ren in Jeru­sa­lem. Men­schen strö­men zusam­men. Ein beson­de­rer Men­schen wird in der Stadt erwar­tet. Er trägt den Namen Jesus; er ver­spricht, Frie­den für die Welt zu brin­gen. Die Men­schen wol­len ihn sehen, ihm einen tri­um­pha­len Emp­fang berei­ten. Sie ebnen und bah­nen ihm den Weg in die Stadt, schmü­cken ihn. Mit Pal­men­zwei­gen begrü­ßen sie Jesus. Als der auf einer jun­gen Ese­lin rei­tend die Men­schen­men­ge erreicht, schallt es: Hosan­na!”, was so viel bedeu­tet wie: Ret­te doch!“

Offen­sicht­lich haben die Men­schen damals — wie heu­te — wahr­ge­nom­men, wie unheil­voll die Welt ist. Unge­rech­tig­keit, Gewalt und Tod gehö­ren mit zu ihren All­tags­er­fah­run­gen. Und in die­se Situa­ti­on hin­ein kommt Jesus, schon früh als Frie­dens­fürst bezeich­net, der durch sein Wir­ken erah­nen lässt, von wel­cher Welt – von wel­chem Reich Got­tes – er beseelt ist.

Irgend­wie fin­de ich mich als Zuhö­rer des heu­ti­gen Tex­tes zwi­schen den Men­schen wie­der, die sich in Jeru­sa­lem ver­sam­melt haben. Bis­wei­len als Beob­ach­ter, neu­gie­rig, Jesus auf­su­chend, von dem man schon so viel erzählt hat, von dem ich sehr viel gehört habe. Zugleich auch hof­fend, ihm begeg­nen zu kön­nen.

In die­ser Hoff­nung schwingt eine Ahnung davon mit, sel­ber einen Bei­trag für den Frie­den in der Welt leis­ten zu kön­nen – das war damals und ist auch heu­te noch eine loh­nen­de Her­aus­for­de­rung: Wenn ich in die­sem Bewusst­sein lebe, kann Jesus mein Ret­ter sein.

Johan­nes Gröger,Ständiger Dia­kon, Leh­rer und Schul­seel­sor­ger im Bis­tum Münster