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6. Sonntag im Jahreskreis (14. Feb. 2021)

Evangelium mit zusätzlichen Gedanken und Lied
In jener Zeit kam ein Aussätziger zu Jesus und bat ihn um Hilfe.

Evangelium:

In jener Zeit 40 kam ein Aus­sät­zi­ger zu Jesus und bat ihn um Hil­fe; er fiel vor ihm auf die Knie und sag­te: Wenn du willst, kannst du mich rein machen. 41 Jesus hat­te Mit­leid mit ihm; er streck­te die Hand aus, berühr­te ihn und sag­te: Ich will – wer­de rein! 42 Sogleich ver­schwand der Aus­satz und der Mann war rein. 43 Jesus schick­te ihn weg, wies ihn streng an 44 und sag­te zu ihm: Sieh, dass du nie­man­dem etwas sagst, son­dern geh, zeig dich dem Pries­ter und bring für dei­ne Rei­ni­gung dar, was Mose fest­ge­setzt hat – ihnen zum Zeug­nis. 45 Der Mann aber ging weg und ver­kün­de­te bei jeder Gele­gen­heit, was gesche­hen war; er ver­brei­te­te die Geschich­te, sodass sich Jesus in kei­ner Stadt mehr zei­gen konn­te; er hielt sich nur noch an ein­sa­men Orten auf. Den­noch kamen die Leu­te von über­all­her zu ihm.

Mar­kus 1,4045

Gedanken zum Evangelium:

Gera­de in der Zeit der Pan­de­mie, kön­nen wir das, was Mar­kus uns mit dem heu­ti­gen Evan­ge­li­um sagen möch­te, ganz gut verstehen …

Bei uns gilt das Gebot des Abstand­hal­tens“, damit wir uns nicht gegen­sei­tig mit SARS Cov2 anste­cken. Damals war das auch nicht anders. Damit der Aus­sät­zi­ge nie­man­den ansteck­te, muss­te er Abstand hal­ten. Man ging sogar soweit, dass Men­schen mit anste­cken­den Krank­hei­ten aus der Gesell­schaft, aus der Gemein­schaft aus­ge­schlos­sen wur­den. Vor den Dorf­gren­zen oder Stadt­mau­ern muss­ten sie dann abge­schot­tet von den ande­ren ihr Dasein fris­ten, was oft­mals auch den Tod zufol­ge hat­te, da ihnen kei­ne (medi­zi­ni­sche) Hil­fe zukam.

Hin­zu kam, dass damals sol­che Krank­hei­ten als Stra­fe Got­tes für ein sün­di­ges Leben ange­se­hen wur­den. Die jüdi­schen Pries­ter ent­schie­den dar­über, ob jemand abge­son­dert“ wer­den musste.

Auch heu­te müs­sen vie­le Men­schen Qua­ran­tä­ne, damit die Infek­ti­ons­ket­ten unter­bro­chen wer­den kön­nen. Gott sei Dank gene­sen zwar die meis­ten Covi­d19-Erkrank­ten wie­der und kön­nen wie­der raus aus der Iso­la­ti­on. Aller­dings gibt es auch vie­le Mit­men­schen, die durch Coro­na aus­ge­grenzt“ wur­den und wer­den. Ich den­ke dabei an die unzäh­li­gen älte­ren Men­schen in Senio­ren­hei­men. Ich den­ke aber auch an alte oder kran­ke Men­schen, die zuhau­se, oft auch in selbst­ge­wähl­ter Iso­la­ti­on leben. Ich den­ke dabei auch an Men­schen in den Kran­ken­häu­sern, die nur wenig Besuch emp­fan­gen kön­nen. Es gab und gibt vie­le mensch­li­che Tra­gö­di­en in die­ser Zeit der Coro­na-Pan­de­mie: Men­schen, die allein ster­ben muss­ten, da ihre Ange­hö­ri­gen nicht zu ihnen durf­ten. Men­schen, die die Ein­sam­keit quält, da ihre Liebs­ten sich nicht trau­en, sie zu besu­chen. Kran­ke, die nur wenig oder gar kei­nen Besuch emp­fan­gen dür­fen und deren depres­si­ve Ver­stim­mung dadurch noch ver­stärkt wird.

Jeder jüdi­sche Mensch wuss­te: Soll­te Hei­lung über­haupt gesche­hen, dann konn­te nur Gott selbst am Werk sein. Vom Aus­satz befrei­en konn­te nur er. Das Ver­trau­en des Aus­sät­zi­gen in das Wohl­wol­len und in die hei­len­de Kraft Jesu muss­te so groß gewe­sen sein, dass er dafür die Geset­ze gebro­chen hat. Groß war auch das Ver­trau­en in Jesu Ver­bun­den­heit mit Gott, wenn er zu Jesus kam und sag­te: Wenn du willst, kannst du mich rein machen!“ Jesus sah den Mann und auch Jesus über­trat das Gebot, streck­te sei­ne Hand aus, berühr­te den Unbe­rühr­ba­ren und sag­te zu ihm: Ich will …“

Jesus lässt sich berüh­ren vom Leid. Er hat Mit-Leid und berührt selbst. Bei Jesus gibt es kein Kon­takt­ver­bot. Das Reich Got­tes grenzt nie­man­den aus: Nicht nur die Bra­ven, die Gesun­den, die Rei­chen und die From­men gehö­ren dazu, son­dern auch die Armen, die Lei­den­den, die Sün­der und die Aus­ge­sto­ße­nen. Für ihn sind alle Men­schen ansehn­lich und wert, berührt zu wer­den. Er lässt uns dem Gott begeg­nen, der nichts als Leben für uns will.

Für uns heißt es nun, da kör­per­li­che Nähe und Berüh­run­gen nicht mög­lich sind, ande­re Wege der Kon­takt­auf­nah­me zu suchen und zu fin­den: per Tele­fon, per Video-Chat, per Brief, per E‑Mail, … Bei per­sön­li­chen Begeg­nun­gen kön­nen wir zumin­dest ande­re Men­schen freund­lich anbli­cken, sie mit den Augen berüh­ren. Auf jeden Fall kön­nen wir ande­re Men­schen spü­ren las­sen, dass sie uns nicht egal sind. Wir kön­nen unse­re Mit­men­schen durch unse­re Anteil­nah­me, durch unser Da-Sein für sie auch ein klei­nes Stück Him­mel zeigen.

Lied:

Wer mag kann sich anschlie­ßend das fol­gen­de Lied anhören:

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