Ingrid Weißl
Feuer und Flamme für den Glauben
In einer langen Prozession, begleitet von feierlicher Orgelmusik, zogen am vergangenen Samstag insgesamt 26 Firmlinge zusammen mit dem liturgischen Dienst und den Verantwortlichen der Pfarreien Neuötting und Alzgern in die festlich geschmückte Stadtpfarrkirche in Neuötting ein.
Firmspender Martin Dengler, seines Zeichens Stadtpfarrer in Grafenau und Domkapitular, wurde von den Firmlingen und Bürgermeister Peter Haugeneder offiziell begrüßt und im „Dom des Inntals“ ganz herzlich Willkommen geheißen. In seiner sehr anschaulichen Predigt erzählt der Firmspender von einer Brandschutzhelferübung, an der er vor kurzem teilgenommen hatte und von der Firma mit dem höchst passenden Slogan „Brennt nix — passiert nix“.
Wer brennt, ist begeistert
Martin Dengler leitete vom Symbol des Feuers auf den Sinn der Firmung (lat: Bestärkung) über und sprach über das hohe Potenzial des Feuers, Sinnbild der Begeisterung, die die Firmlinge ergreifen sollte. „Wenn ich für nix brenne, passiert auch nix“ – so ist das auch im Leben. Die Bestärkung, die die 17 jungen Menschen aus Neuötting, die acht aus Alzgern und die eine aus Perach erhielten, solle sie zu begeisterten Christen machen, die für ihren Glauben „Feuer und Flamme“ sind. Wer dies richtig macht, der brenne zwar vor Begeisterung, aber er brenne nicht aus, erleide kein Burnout.
Bei der Taufe erfahre man als Christ, dass man von Gott geliebt ist; die Firmung sei dann eine Feuertaufe mit dem Heiligen Geist. Dieser schenkt Kreativität, Energie, Kraft und Mut – und dies sei in der heutigen Zeit wirklich sehr notwendig. „Gott brennt für Dich, Du bist wertvoll in den Augen Gottes!“ Das Feuer des heilenden Geistes befähige zur Gemeinschaft, fördert Zusammenhalt und Freundschaft.
Feinklang sorgte für die passende Musik
Was wäre so eine große Feier ohne die passende Kirchenmusik? Die präsentierte André Gold mit dem Chor „Feinklang“, mit passend ausgewählten Liedern, Gitarrensolostücken von Rainer Weißl, so dass es ein gelungener Gottesdienst für die Firmlinge und ihre Familien war, bei dem sich anschließend alle zu einem Glas Sekt oder Orangensaft trafen und im Kreis ihrer Lieben auf das neu erhaltene Sakrament anstießen.
Ingrid Weißl



